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Inklusive Entwicklungen im Landkreis MSE als Wohn- und Lebensort !?

Sie als BürgerInnen sind mit Ihrem Beitrag herzlich eingeladen zur Veranstaltung:

Inklusive Entwicklungen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

als Wohn- und Lebensort !?

– Eine Erfahrungs-Bilanz aus Sicht von BürgerInnen, Betroffenen   

   und InteressenvertreterInnen –

 

Inklusion ist der Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Davon ist Prof. Dr. Rita Süßmuth überzeugt. Doch wie sieht es vor Ort im Landkreis MSE aus mit dem „Mehrwert für alle“ den Inklusion mit sich bringen soll?

Nach einem ersten Impulsvortrag ist es Ziel dieser Veranstaltung

am:     03.05.2018, von 13.00 bis 16.00 Uhr,

Ort:      Rotes Haus (Begegnungsstätte der Warener Wohnungsgenossenschaft eG)

17192 Waren, Am Rosengarten 7

 

erste Zwischenbilanzen aus den (Selbst-)Erfahrungen zur Inklusion, zur Umsetzung der UN-BRK und zum Teilhabegesetz in allen Kernbereichen des kommunalen Alltags festzuhalten, wie beispielsweise Wohnen und Versorgung, Mobilität und Transport, Bildung und lebenslanges Lernen, Arbeit und Beschäftigung sowie Kultur und Freizeit. Des Weiteren bezieht sich die Erfahrungsbilanzierung auf das inklusive Handeln in Einrichtungen und Organisationen vor Ort und deren Kooperation und Vernetzung im Sinne eines inklusiven Gemeinwesens. Dabei stehen folgende zentrale Fragen im Raum:

  • Was wurde getan und was ist noch zu tun, um das Zusammenleben und die Teilhabe im Landkreis MSE inklusiv zu gestalten?
  • Welche konkreten Veränderungen sind notwendig, damit alle Menschen im Landkreis MSE ihren Platz finden und sich wohl fühlen können?

 

Im Rahmen dieser Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, gezielte Lücken aufzuzeigen und gemeinsam nach konstruktiven Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Die Ergebnisse werden vom Behindertenbeirat des LK MSE aufgenommen und an die Kommunale Verwaltung des LK MSE herangetragen, als wichtige Impulse und Anregungen für die zukünftige Arbeit in der Inklusion vor Ort. Jeder Beitrag ist wichtig, um auf Inklusionsentwicklungen vor Ort aufmerksam zu machen!

Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, zögern Sie nicht, mit der Behinderten-beauftragten  des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte,

 

Frau Isolde Runge, Tel.-Nr. 0395/570873365 bzw. E-Mail: Isolde.Runge@lk-seenplatte.de

 

Kontakt aufzunehmen.

Dabei können Sie entscheiden und gerne mit Frau Runge absprechen ob und welchen thematischen Beitrag Sie leisten möchten oder ob sie sich als interessierte/r Teilnehmer/in anmelden möchten.

Verbindliche Rückmeldungen bzw. Anmeldungen bitte bis zum 02.Aprill 2018 an Frau Isolde Runge (Kontakt siehe oben) senden.

 

 

gez. Axel Wittmann                                                                        gez. Isolde Runge

Vorsitzender des Beirates                                                            Behindertenbeauftragte des

für Menschen mit Behinderungen                                               Landkreises MSE

 

 

gez. Anja Lentz-Becker

stellv. Vorsitzende des Beirates

für Menschen mit Behinderungen

„Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen zwischen Praxis und Politik“

was wird gebraucht, damit die Vertretung von Interessen behinderter Menschen gelingt?

obwohl das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen bereits am 26. März 2009 in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft getreten ist, stehen wir nach wie vor vor vielfältigen Hindernissen für die Teilhabe der Menschen als gleichberechtigte Mitglieder in der Gesellschaft gegenüber.

Menschen mit Behinderungen begegnen in M-V einer Vielzahl unterschiedlichster Barrieren, die sie im täglichen Leben behindern. Die Barrieren reichen von Hindernissen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr und in Gebäuden (physische Barrieren) über unverständliche Gebrauchsanweisungen, Anwendungsprobleme im Internet oder komplizierte Behördeninformationen (kommunikative Barrieren) bis hin zu Vorurteilen und Stereotypen (Barrieren in den Köpfen).

Wir kritisieren, dass vor Ort zu wenig für Barrierefreiheit sensibilisiert und qualifiziert wird.

Auch gesetzliche Bestimmungen können Hindernisse darstellen.

Ein Land, das zu wenig tut um Barrieren abzubauen, verletzt seine Pflichten aus der UN-BRK.  Vor dem Hintergrund des menschenrechtlichen Gebots, strukturelle Diskriminierung zu beseitigen, muss jede unterlassene Beseitigung von Barrieren gut begründet werden.

Standards der Barrierefreiheit müssen künftig in baurechtliche Genehmigungsverfahren für öffentliche als auch für private Bauvorhaben grundsätzlich verankert werden. Die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen beim Zugang und bei der Nutzung von Gebäuden werden in der Bauordnung zu wenig berücksichtigt.

Die UN-BRK verlangt, Zugänglichkeit durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, gerade auch dort, wo Private bauliche Maßnahmen anstreben. Wenn also Anreizsysteme, Selbstverpflichtungslösungen oder vergleichbare Maßnahmen nicht geeignet sind, um Zugänglichkeit sicherzustellen und nicht nur potenziell zu fördern,  muss regulierend eingegriffen werden. Dazu gehören im Bereich des Bauens höhere und verbindliche Anforderungen an die Genehmigungsfähigkeit von Bauvorhaben. Es sollten effektive Überprüfungsmechanismen, ob die Anforderungen eingehalten werden und auch wirksame Sanktionen für den Fall, dass dies nicht geschieht.

Aus der UN-BRK ergibt sich ebenfalls, dass das Ziel Zugänglichkeit nicht nur für einen bestimmten Ausschnitt an gestalteten Lebensbereichen gilt, sondern für alle öffentlichen Einrichtungen und bereit gestellten Dienste – unabhängig davon, ob sie staatlich oder privat sind. Entsprechend verpflichtet die Konvention den Staat sicherzustellen, dass auch private Rechtsträger alle Aspekte der Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen berücksichtigen, sofern sie Einrichtungen und Dienste für die Öffentlichkeit bereitstellen oder anbieten (Artikel 9 Absatz 2 b) UN-BRK).

Die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention kommt in Auswertung des Koalitionsvertrages in Mecklenburg-Vorpommern zu dem Ergebnis, dass der UN-Behindertenrechtskonvention  kein angemessener Stellenwert eingeräumt wird.

Die landesweit geplante Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft des Bürgerbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern Herrn Matthias Krone statt und wird von Frau Prof. Dr. Anke S. Kampmeier moderiert.

Sie sind herzlich eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen:

Wann?  Donnerstag, den 20.April 2017

10.00-13.00 Uhr

Wo?      Rathaus Neubrandenburg

17033 Neubrandenburg, Friedrich-Engels-Ring 53

Mit freundlichen Grüßen

Axel Wittmann                                                                 Isolde Runge

Beirat für Menschen mit Behinderungen                   Behindertenbeauftragte

des Landkreises                                                              des Landkreises

Mecklenburgische Seenplatte                                       Mecklenburgische Seenplatte

Tel.-Nr. 0395 3684930                                                    Tel.-Nr. 0395 570873365

E-Mail:  wittmann@kbb-mse.de                                    isolde.runge@lk-seenplatte.de

Der Behindertenbeirat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte unterstützt die Bürgerinitiative „Pro Schiene“.

Diese Bürgerinitiative fordert die Wiederinbetriebnahme der durchgehenden Strecke                Neustrelitz-Hagenow.

Von diesem für die Mobilität der ländlichen Bevölkerung wichtigen Verkehrsweg wird z.Z. von der Südbahn nur noch die Teilstrecke Waren-Malchow bedient, wobei selbst dieses Reststück von der Schließung bedroht ist.

Der Behindertenbeirat fühlt sich mit verantwortlich, die UN-Behindertenrechtskonvention durchzusetzen.

Das bedeutet, dass allen Bürgern ein selbstbestimmtes Leben ohne zusätzliche vermeidbare Einschränkungen gewährleistet wird.

Fehlende oder eingeschränkte Mobilität ist eine vermeidbare Einschränkung und widerspricht den allgemein geltenden gesetzlichen Bestimmungen zur Gleichstellung und Gleichbehandlung Behinderter.

In Mecklenburg-Vorpommern wird das Eisenbahnnetz bewusst ausgedünnt.

In Orten wie Plau, Alt Schwerin und Lübz gibt es gar keinen Bahnverkehr mehr.

Dort, wo noch Personenzüge fahren, werden Anschlüsse gestrichen, die Umsteigemöglichkeiten eingeschränkt und die Fahrzeiten für an sich kurze Verbindungen unzumutbar verlängert.

Damit wird die Bahn ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich den Personenverkehr im täglichen Leben durchzuführen, nicht gerecht.

Sie verkommt zu einem „Eventfaktor“, der im täglichen Leben der Bürger keine Rolle mehr spielt.

Ein Kreislauf wurde in Gang gesetzt- bewusst unterstützt von Politikern, Behörden, Lobbyisten und der Bahn selbst- der den Schienenverkehr immer weiter einschränkt und letztendlich dazu führt, dass Bürger und Bürgerinnen gezwungen sind, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

Dabei ist den Verantwortlichen das ökologische Desaster egal, die Bewahrung von sinnvollem Vorhandenen wird ignoriert und die Verantwortung zukünftigen Generationen gegenüber wird ausgeblendet.

Durch die Rückentwicklung des Bahnverkehrs werden Behinderte in Mecklenburg-Vorpommern in ihrer Mobilität und damit an der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben eingeschränkt bzw. ausgeschlossen.

Ausgeschlossen bzw. einschränkt werden Kinder und die alten Menschen, die nicht selbst Auto fahren können.

In unserem großflächigen Bundesland, in dem die Einwohner oft täglich weite Strecken zurücklegen müssen, wird durch die Verantwortlichen nur derjenige gefördert, der den größten Umweltschaden verursacht.

Statt einer gut durchgeplanten, verlässlichen Personenbeförderung durch die Bahn, die auch von Arbeitnehmern ohne zeitliche Einbußen genutzt werden könnten, wird der Individualverkehr – einzelne Person in einem tonnenschweren Auto – als einzige Alternative dargestellt.

Es mutet wie Hohn an, dass inzwischen an selbstfahrenden Autos geforscht wird.

Dabei werden die vorhandenen Verkehrsmittel abgeschafft, mit denen eine Vielzahl von Personen, die nicht selbst fahren müssen, befördert werden.

Die Südbahn könnte ohne großen Aufwand den Betrieb der gesamten Strecke wiederaufnehmen.

Schienennetz (vom Güterverkehr genutzt) und Bahnhöfe sind vorhanden.

 

Jürgen Fischer

Mitglied des Kreisbehindertenbeirates Mecklenburgische Seenplatte

Barrierefreiheit ist dauerhafte Aufgabe

Sozialministerin Stefanie Drese hat anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen dauerhafte Anstrengungen für eine inklusive Gesellschaft gefordert.

„Menschen mit Behinderungen müssen in die Lage versetzt werden, uneingeschränkt am
gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“,

sagte Drese am Samstag auf einer Festveranstaltung des Allgemeinen Behindertenverbandes MV in Neubrandenburg.
Als Beispiel nannte Drese die Erreichbarkeit von Arztpraxen für Menschen mit Behinderungen.

„Fast die Hälfte der Praxen im Land ist rollstuhlgerecht. Aber Barrierefreiheit bedeutet mehr. Es gilt zum Beispiel auch, auf die Bedürfnisse der Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen einzugehen. Barrierefreiheit ist kein Projekt, das irgendwann abgeschlossen ist, sondern eine dauerhafte Aufgabe, deren Umsetzung immer wieder überprüft werden muss.“

Die Landesregierung hat sich für die Jahre 2016 bis 2021 das Ziel gesetzt, die Barrierefreiheit im Land weiter auszubauen. Beispielhaft zu nennen ist hier der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs durch barrierefreie Zubringerdienste im ländlichen Raum und die Schaffung eines altersgerechten und barrierefreien Wohnumfeldes als Schwerpunkt in der Städtebau- und Wohnraumförderung.
„Erfreulicherweise hat sich das Bewusstsein für Barrierefreiheit in der Gesellschaft in den letzten Jahren weiter verstärkt. Dennoch haben wir hier noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Landesregierung räumt dieser Aufgabe nicht nur im
Landesbehindertengleichstellungsgesetz und im Maßnahmeplan zur Umsetzung der UNBehindertenrechtskonvention einen hohen Stellenwert ein“, so Drese.

Schwerin, 3. Dezember 2016
Nummer: 129
Ministerium für Soziales, Integration und
Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern
Werderstraße 124
19055 Schwerin
Telefon: 0385/588-9003
Telefax: 0385/588-9709
E-Mail: Christian.Moeller@sm.mv-regierung.de
Internet: www.mv-regierung.de/sm
V. i. S. d. P.: Christian Moeller

Stellungnahmen zum Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMA) hat auf seiner Homepage alle Stellungnahmen der Verbände zum Bundesteilhabegesetz veröffentlicht.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat am 26. April 2016 den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen in die Ressortabstimmung sowie zur Länder- und Verbändebeteiligung gegeben. Die Verbände haben die folgenden Stellungnahmen zum Gesetzentwurf übermittelt:

http://www.gemeinsam-einfach-machen.de/GEM/DE/AS/Bundesteilhabegesetz/Stellungnahmen_BTHG/Stellungnahmen_node.html

Quelle: Paritätischer Gesamtverband

Ausstellung: Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel

Der Blinden- und Sehbehinderten-Verein M-V e.V. macht auf eine Ausstellung über verschiedene Hilfsmittelanbieter am 15.06.2015 in Rostock aufmerksam.

Die Aussteller präsentieren Neuheiten in den Bereichen Hilfsmittel des täglichen Bedarfs, Arbeitsplatzhilfen, Reha-Technik, Kommunikation, Brillen und Kontaktlinsen, Lebenspraktische Fertigkeiten, Orientierung & Mobilität, u. a. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.bsvmv.org/cms/index.php/aktuelles/234-zentrale-hilfsmittelausstellung-fuer-blinde-und-sehbehinderte-menschen